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Am 13.05. stand bei mir der erste MTB Marathon in diesem Jahr auf dem Programm. Es ging zum Auerberg MTB-Marathon nach Kaufbeuren im Allgäu. Ich hatte mich für die „lange Strecke“ entschieden. Das waren dann laut Ausschreibung 67 km und ein bisschen über 1000 Hm.

 

Am Samstag Nachmittag im Hotel angekommen, musste ich feststellen, dass der vordere Reifen Luft verloren hatte. Also hieß es erst einmal im Hotelzimmer die Badewanne füllen und sehen wo der Tubeless Reifen das Problem hat. Zu allem Überfluss waren es im nagelneuen Reifen viele ganz kleine Undichtigkeiten in der Seitenwand und zum Felgenhorn hin. Da ich keine Lust auf basteln und Experimente hatte, habe ich mich für die sichere Variante mit Schlauch entschieden.

 

Nach einer unruhigen Nacht im viel zu kurzen Bett, bin ich dann erst einmal aufgestanden und habe mein Müsli in mich rein gespachtelt. Danach habe ich dann gemütlich schon mal das Zimmer soweit geräumt und bin dann zum Warmfahren gerollt. Marc hatte mir zuvor ein Warmfahr-Programm, abgestimmt auf meine Rennen, zugesendet. Anschließend reihte ich mich in die Startaufstellung ein.

 

Mein Plan war ja eigentlich, von Anfang an den Puls nicht ganz so hoch steigen zu lassen und ordentlich Windschatten zu lutschen, so dass ich noch, auf der mir unbekannten Strecke, Reserven für alle Eventualitäten hatte. Tja, Pläne kann man ja machen, nur ist es blöd, wenn sie nicht aufgehen 😀 Vom Start weg war das Tempo sehr hoch, und dadurch natürlich auch mein Puls. Ich suchte mir immer ein geeignetes Hinterrad und versuchte entstandene Lücken wieder zu schließen.

 

Die Anstiege waren ähnlich wie bei mir daheim, nicht besonders lang (zwischen 50 und 250 Hm) und mittelmäßig steil. Ein großer Teil der Strecke war auf Schotter und Teer. Nur vereinzelt gab es auch mal einen schönen Trail zu fahren.

 

Als der höchste Punkt des Kurses, der Auerberg (1050m), bezwungen war, ging es in die Abfahrt. Ich war in einer Gruppe aus 4 Fahrern. Man musste in den Kurven schon ein wenig aufpassen, da fast die ganze Abfahrt auf Teer oder Schotter gefahren wurde. Als wir dann mal wieder die Positionen tauschten, war ich vorne, und es ging auf Teer mit ca. 50 km/h bergab. Von weiten sah ich schon eine Streckenposten vor einer 45 Grad Kurve sitzen und mit einer Fahne winken. An dieser Stelle war mal wieder ein Wechsel von Teer auf Schotter.  Ich dachte mir noch, dass ich da lieber etwas vorsichtiger rein fahre, da dort ein wenig Schotter auf dem Teer lag. Als hätte ich es schon geahnt, zog es mir beim Anbremsen das Vorderrad weg. Irgendwie habe ich es aber akrobatisch geschafft das Rad noch abzufangen und dann doch lieber geradeaus in die Wiese zu fahren. Leider gelang es mir dann nicht mehr die entstandene Lücke zu meiner Gruppe zu schließen.

 

Also versuchte ich meine vorher gefahrene Pace allein weiter zu fahren. Da kamen mir wohl doch ein wenig die SST (Steady State oder Sweet Spot) Intervalle aus dem Training entgegen. Es gelang mir erstaunlich gut das Tempo hoch zu halten und in meinem Tempo weiter zu fahren. Wie ich später feststellen musste, war ich von meinem beinahe Sturz bis in Ziel komplett allein im Wind. Weder hinter, noch vor mir war ein Fahrer zu sehen.

 

Als ich dann das Ziel sah, war ich schon ein wenig froh, nicht mehr allein zu sein 😉

 

Mit der Zielzeit von 2:36 Std über die 67 km und 1068 hm war ich dann doch ganz zufrieden. Am Ende war das dann Platz 79  und AK Platz 23.

 

Als nächstes steht dann Mitte Mai das MTB Festival am Achensee auf dem Plan. Dort sind dann die Berge etwas höher und länger. Aber wie bei jedem Rennen ist mein einziges Ziel Spaß zu haben.

 

Das hat auch dieses mal wieder sehr gut geklappt.

Risiko vs. Gewinn im Radsport Training

Posted by Marc on 30. Mai 2018
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Category: Training

Ich habe erst kürzlich eine Nachricht von einem meiner Athleten erhalten. Sein großes Ziel in diesem Jahr ist der Ötztaler Radmarathon. Sein Ziel - eine Zeit unter 9h! Er fragte mich, wie oft er 9h auf dem Rad verbringen sollte, um seinem Ziel näher zu kommen. Hier ist meine Antwort…

Wie lange soll die längste Trainingsausfahrt werden, wenn der Wettkampf 9h dauern wird? Um diese Frage zu beantworten möchte ich gerne mit diesem Blog das Verhältnis zwischen Risiko und Ertrag jedes einzelnen Trainings beleuchten. Jedes Training, z.B. eine lange Ausdauer Ausfahrt, bringt einen gewissen Gewinn an Fitness. Doch natürlich birgt jedes Training auch ein gewisses Risiko, was Überbeanspruchung oder gar einen Burnout als Folge haben kann. Man läuft schlichtweg Gefahr die nächsten Tage nicht mehr trainieren zu können, weil die Erschöpfung zu groß war. Wird dies über Wochen hinweg ignoriert droht ein Übertraining.

Gegenüberstellung Risiko vs. Gewinn im Radsport Training

 

Wie in der Abbildung zu sehen, wächst die Fitness-Gewinn-Linie (blau) in den ersten Stunden steil an. Wie viel Stunden dafür zu trainieren sind, ist von Sportler zu Sportler unterschiedlich. In den meisten Fällen beginnt die Kurve nach 4h abzuflachen. Etwa nach 5h wird das Plateau erreicht, was heißt, dass die Zeit die danach trainiert wird, nun nicht mehr weiter in die Fitness einzahlt. Gleichzeitig wird die Risiko-Kurve immer steiler und überschneidet nach ungefähr 6h die Gewinn-Linie. Spätestens hier sollte das Training beendet werden. Das Risiko für ein Übertraining ist jetzt zu hoch. Diese Veranschaulichung gilt nicht nur für die Dauer jedes Trainings, sondern auch für dessen Intensität und Anzahl der Wiederholungen.

 

Dies ist natürlich eine rein physiologische Betrachtung. Psychologisch hat der Athlet natürlich ein deutlich besseres Gefühl, wenn er im Training bereits 9h am Stück absolviert hat - auch wenn natürlich Höhenmeter fehlen werden, um den Radmarathon zu simulieren. Trotzdem empfehle ich meinem Athleten kein Training über 6h - lieber drehen wir Stück für Stück an der Intensitäts-Schraube, welche natürlich ebenso ein Risiko gemäß diesem Modell birgt.

 

Häufig überschreiten Hobby-Radsportler diese Grenze, wenn sie sich am stärksten fühlen. Du fühlst Dich fantastisch und Du scheinst unschlagbar! Nun ist die Hemmschwelle am geringsten, noch weiter und noch intensiver als je zuvor zu fahren. Dabei bist Du nur ein Workout davon entfernt, den Bogen zu überspannen und damit alles zu verlieren. Durch die Schwächung des Immunsystems kann z.B. ein grippaler Infekt den Trainingsausfall für Tage oder Wochen bereiten. Also gehe jede Zeit, in der Du Dich in Hochform fühlst, mit Ehrfurcht an. Respektiere, dass jedes Training, auch sein Risiko mitbringt und überlege jedes Mal ob es Sinn macht es einzugehen. Im Zweifel gehe stets weniger Risiko ein.

Der Winter ist Vergangenheit und endlich das Frühjahr da! Doch leider endet damit auch pünktlich der Winterpokal! Mit 3 Teams war TRETWERK.org bei MTB-News.de und Rennrad-News.de vertreten. Insgesamt haben wir stolze 2.386 Stunden trainiert! Punkte wurden bei jeder Gelegenheit gesammelt: Entweder auf dem Rad, beim Laufen, im Fitness Studio oder auch beim Yoga. Besonders stolz macht uns Rang 10 in der STRAVA Wertung auf MTB-News.de. Immerhin gab es 384 gemeldete Teams in diesem Klassement! Auf Rennrad-News reichte es auch noch auf einen guten Rang 14 von 380 Teams. Team 2 bei MTB-News.de ergatterte Rang 82. Wir bedanken uns für ein ordentliches Quäntchen mehr Motivation in den kalten und teils verregneten Tagen bei Frank, Mark, Nicolas, Philipp, Kevin, Silja, Bene, Marie, Marko und Christian!

Ganz besonderer Dank geht an die fleißigsten Teilnehmer aus unseren 3 Teams! Silja, Frank und Marko – ihr erhaltet von uns als Preis ein Sportnahrungs-Paket von unserem Partner BAAMsports.net! Bitte sendet uns Eure Adressen zu, sodass die Pakete schnell auf die Reise gehen können! Enthalten sind ISO- und Recovery Getränke, sowie Energy-Gels, die Euch optimal im Training und Wettkampf unterstützen werden. Sobald die Pakete aufgebraucht sind, könnt ihr mit dem Gutscheincode „tretwerk“ ab 30€ Bestellwert, 5€ sparen!

Wir freuen uns schon auf den nächsten Winter mit Euch, aber genießen dann doch jetzt erstmal den Sommer 😉

Tretwerk wünscht allen Mitlesern schöne Weihnachts-Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr! Wir hoffen das Christkind hat Euch reich beschenkt und ihr genießt weiterhin die Feiertage im Kreise Eurer Liebsten! Vor allem bedanken wir uns für Euer Vertrauen! Wir sind stolz Euer Radsport Training begleiten zu dürfen und freuen uns schon, wenn Ihr die Früchte Eurer harten Arbeit im nächsten Jahr ernten könnt!

Auch Frank trainiert äußerst fleißig. In seinem zweiten Blog lässt er einmal Revue passieren! Viel Spaß beim Lesen!

 

Hallo an alle!

auch für mich neigt sich das (Radl)-Jahr dem Ende zu. Da ich erst seit November unter Marc‘s Anleitung trainiere, kann ich leider noch keine großen Rennerfolge vorweisen und auch nicht von großen Heldentaten berichten. Das alles ändert sich hoffentlich kommendes Jahr 😉

Das strukturierte Training ist schon nicht ganz ohne muss ich gestehen. Man muss eben auch mal fahren, wenn man eigentlich keine Lust dazu hat und Frauchen und/oder Nachwuchs auch mal meckert. Aber wie heißt es so schön: „Die Sieger des Sommers werden im Winter gemacht!"

Bis jetzt standen nur Grundlagenausdauer Blöcke mit ein paar wenigen Intervallen auf dem Programm. Anfangs war es sehr ungewohnt nicht schneller fahren zu dürfen und nicht mal den Gashahn voll aufreißen zu dürfen. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und bald darf ich ja auch mal mit höherem Puls und dadurch auch mit höherer Intensität trainieren.

Was mich ein wenig ärgert, dass ich jetzt wiederholt anfange zu kränkeln. Dies ist aber wohl meinem Töchterchen zu verdanken, da sie stets jede Krankheit aus dem Kindergarten mitbringt die sie bekommen kann. Marc hat jetzt mal eingegriffen und mir eine kleine Ernährungsumstellung verpasst, die mein Immunsystem stärken soll. Ich hoffe wirklich dass dies anschlägt...

Ab kommenden Dienstag steht erstmal ein Trainingslager über 2 Wochen an. Leider nicht im warmen  Süden oder irgendwo wo es warm ist, sondern einfach nur bei mir daheim im hoffentlich nicht allzu verschneitem Bayern. Aber jetzt heißt es erstmal wieder komplett fit werden. Ich freue mich schon auf die nächsten Monate wo das Training intensiver, die Tage etwas länger und die Temperaturen etwas wärmer werden.

Ich wünsch auch allen schon mal schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins hoffentlich gesunde und erfolgreiche Jahr 2018!

Gruß
Franky

Was soll ich sagen? Meine erste richtige Saison auf dem Mountainbike und am Ende dann noch das erste echte Rennen. Ihr fragt euch wie das Gefühl war? Einfach klasse bzw. einfach unbeschreiblich!

Bevor nun aber die volle Euphorie in mir ausbricht, möchte ich gerne mal ein paar Zahlen, Daten, Fakten sprechen lassen:

Wie ihr im nachfolgenden Diagramm sehen könnt, habe ich mehr als 3500 Kilometer zurückgelegt, über 100 Radfahren absolviert, was einem Schnitt von ca. 3-4 Ausfahrten die Woche ist und zu guter Letzt fast 200 Stunden Zeit auf dem Sattel verbracht. Das hätte ich mir am Anfang des Jahres noch nicht einmal im Traum vorstellen können.

Ganz besonders möchte ich mich aber bei Marc bedanken, der einen tollen Job als Trainer gemacht hat und mir am Ende zu einem 29. Platz (Zeit 01:34:03 h) von 108 Teilnehmern geholfen hat. Ob es der Trainingsplan war oder seine motivierenden Worte in Phasen, wo ich am liebsten alles hingeschmissen hätte - mit Marc hatte ich rundum einen klasse Trainer um mich herum.

Ihr fragt euch nun sicherlich wie es bei mir weitergeht? Ich bleibe natürlich dabei und habe mir für nächste Saison eine Zeit von 01:25:00 h vorgenommen. Wie ich das schaffen soll? Indem ich jetzt wieder mit dem Training anfange und mit Marc weiter an meinen Schwächen arbeiten werde.

Und denkt immer daran: Der Erfolg beginnt außerhalb der Komfortzone!

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal– stay tuned.

Euer Kevin

Neu bei TRETWERK: Frank

Posted by Marc on 31. Oktober 2017
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Category: Tretwerk Sportler

Wir begrüßen Frank bei TRETWERK! Er wird nun regelmäßig über sein Training in unserem Blog berichten!

Hallo zusammen,

ich stelle mich kurz vor. Ich bin Frank (genannt Franky), bin 36 Jahre alt und komme ziemlich genau aus der Mitte des schönen Bayern. Ich fahre Mountainbike seit dem ich 12 Jahre alt bin - also schon 25 Jahre. Habe in diesen Jahren eigentlich alles probiert was man mit dem Fahrrad machen kann. Bike Marathons, Cross Country-Rennen, 3 Jahre lang ein wenig Downhill, danach etwas mehr in Richtung Rennrad gegangen. Am Ende bin ich dann doch immer bei den Mountainbike Marathons gelandet.

Auf besagte MTB-Marathons habe ich mich nie speziell vorbereitet oder gezielt darauf trainiert. Auch Ernährung, Ausgleichstraining oder Kraft,- und Stabilisierungsübungen waren für mich - ich will jetzt nicht sagen, ein Fremdwort - aber relativ unbekannt. Eigentlich bin ich mit dieser „Strategie“ auch ganz gut gefahren. Ziele die ich mir gesetzt habe, hatte ich stets erreicht.

Jetzt will ich das Experiment wagen und mich gezielt und mit professioneller Hilfe auf einen Wettkampf vorbereiten. Das Ziel ist die Langstrecke des Dolomiti Superbike in Italien. In Zahlen heißt das 113 km und knappe 3400 Höhenmeter.

Von TRETWERK erfuhr ich über Facebook, als ich auf der Suche nach Tipps für das Radsport Training war. Schnell stand ich mit Marc in Kontakt. Von Anfang an hatte ich den Eindruck das Marc mich weiter bringen will. Wir definierten zusammen meine Ziele und Wünsche, steckten meinen Zeitaufwand ab und ein paar Tage später hatte ich den Trainingsplan inkl. Ernährungstipps, Kraft-, und Stabilisierungsübungen im Posteingang.

Heute stand dann meine erste Einheit auf dem Plan. 2 Stunden Grundlagenausdauer waren angesagt. Pünktlich zum heutigen Tag (Halloween) gab es auch den ersten Frost.

Ich bin wirklich gespannt was mich bis zum Dolomiti Superbike erwartet. Der Trainingsplan ist recht knackig, wenn man bis jetzt eher unstrukturiert trainiert hat. Aber ich bin guter Dinge und erwarte eine positive Entwicklung meiner Leistung.

Bis bald - Franky

Finale der Rosbacher Bike Challenge -11. Dünsberg MTB Marathon

Am 24.09.2017 war es endlich soweit. Nach bereits fünf stattgefundenen Mittelstrecken Wettkämpfen der Rosbacher Bike Challenge, fand das letzte Kräftemessen beim Dünsberg Bike Marathon in Biebertal in der Nähe von Gießen statt. Nach den starken Ergebnissen von Melanie in allen vorherigen Rennen, galt es heute nur noch das Treppchen in der Gesamtwertung der Damen Alterklasse nach Hause zu fahren. Eine kleine Chance, auch in der weiblichen Gesamtwertung auf Rang 3 zu fahren, hielt die Motivation für den letzten Lauf hoch! Auch ich hatte mein Ziel, eine TOP 10 Platzierung in der AK Wertung der Herren, schon erreicht. Durch meine aktuell gute Verfassung war aber auch ich bis in die Haarspitzen motiviert, für das "vielleicht" letzte Rennen der Saison.

 

Für uns war es am Sonntag das erste Mal "Dünsberg Bike Marathon". Die Veranstaltung genoss große Vorschusslorbeeren, angepriesen als einer der schönsten Marathons in Deutschland mit technischen Trails. Auch die Gespräche zuvor mit einigen Startern machten Lust auf den Kurs und wir fanden uns pünktlich um 10:15 im Starterfeld, gut aufgewärmt, ein. Unsere Taktik sah es vor, schnell zu starten, um so wenig Verkehr wie möglich auf den Singletrails am Dünsberg zu haben. Dies gelang ganz gut - beide hatten wir schnelle Gruppen gefunden, um die ersten hügeligen 20km vor den beiden großen Anstiegen des Marathons zu bestreiten. Die Regenfälle und die vielen Trainingskilometer des lokalen Bike Vereins, hinterließen deutliche Spuren auf der Strecke. Riesige Matschfelder und extrem viele schmierige Passagen verlangten Material und uns einiges ab. Immer wieder lief der Vorderreifen Gefahr an schrägen Passagen den Grip zu verlieren, doch wir meisterten alle Abschnitte ohne uns auf die Nase zu legen. Angekommen am Dünsberg hieß es nun beißen! Technische und wahnsinnig steile Trails mit bis zu 25% Steigung, mussten 2x direkt hintereinander in Angriff genommen werden. Die Downhills mit viel Geröll, großen Wurzeln und Absätzen ließen den Puls auch Berg ab nicht sinken. Ich musste in den technischen Passagen leider wieder einige Konkurrenten ziehen lassen - die letzten 23km waren charakteristisch ähnlich wie die ersten 20km und ich begann meine Gegner erneut einzusammeln. Nur wurde das bremsende Gras nun 2 cm länger, der Wind bläste nur noch von vorne, die Matschlöcher wurden immer matschiger, die zähen Anstiege immer zäher und die unerbittlichen Gegner immer unerbittlicher. Eine richtige Gruppe ließ sich für uns beide auch nicht mehr finden so hielt bei mir nur noch die Hoffnung auf das Abschlussweizen die Geschwindigkeit hoch. Den anderen ging es aber nicht anders und so konnten wir jeweils gute Platzierungen im Ziel erreichen.

 

Melanie konnte nach 54 km und 1400 hm  den 3. Platz in ihrer AK erreichen. Für mich sprang Am Ende Rang 13 heraus. Nun hieß es schnell duschen und auf zur letzten Siegerehrung der Rosbacher Bike Challenge, wo zum Schluss auch die Sieger der Gesamtwertung nach 6 Rennen geehrt wurden. Melli erreichte nach konstant starken Leistungen, über die komplette Saison hinweg, den 2. Rang in der Damen Klasse hinter Lucille Rutsch und vor Natalie Kaffenberger. Mit Platz 4 in der weiblichen Gesamtwertung kratze sie hier leider knapp am Treppchen vorbei. Auch ich bin mit Platz 5 in der Gesamtwertung total zufrieden und habe mein persönliches Ziel übererfüllt! Wir danken Rosbacher für jede Menge Trinkflaschen und einem großzügigen Preisgeld für den zweiten Platz! Wir sehen uns bestimmt wieder!

Letztes Wochenende fand in Waldkatzenbach das MOSCA Bikefestival statt. Im Gegensatz zu den letzten Jahren wurde der Marathon in ein 3-Stunden-Rennen umgewandelt. Die Strecke war ca. 6,7km lang und hatte ca. 140 hm. Ziel war es so viele Runden wie nur möglich in 3 Stunden zu fahren.

Nach dem Massenstart führte uns der Kurs einen leicht ansteigenden Asphaltweg entlang. Anschließend ging es auf einen Schotterweg gefolgt von einer sehr kräftezehrenden Wiese. Diese hatte es in sich - schon beim ersten Bezwingen des Grashügels zeigte sich wie viel Kraft die Steigung kostet. Ich hatte bereits vor dem Rennen ungefähr ausgerechnet, wie viele Runden ich fahren muss. Dadurch wollte ich nicht gleich in der ersten Runde bis zum letzten gehen und habe die Konkurrenz erstmal ziehen lassen. Oben angekommen konnten wir uns auf einem leicht abfallenden Waldweg kurz erholen und durch schnelles Kurbeln die Beine etwas lockern. Der anschließende Trail erforderte keine zu hohe Konzentration. Er war leicht ansteigend, aber nicht sonderlich schwierig. Kurz darauf ging es zum Gipfel des Katzenbuckels. Der Weg dorthin führte über einen recht steilen und vor allem verblockten Trail mit einer Spitzkehre. Mein Puls stieg gleich in die Höhe. Leider hatte ich mehrere Mitstreiter vor mir, die mit dem steilen, technischen Trail nichts anfangen konnten und teilweise absteigen mussten. Dies sorgte dafür, dass ich keine Ideallinie fand und ebenfalls hochschieben musste. Oben angekommen hieß es schnell aufs Rad schwingen, denn es folgte sofort ein Trail bergab. Auch hier zeigte sich, dass ich zu viele Personen vor mir hatte, die es auf dem Trail nicht laufen lassen konnten. Ich wurde immer wieder ausgebremst und nahm mir vor bei der nächsten Gelegenheit zu überholen. Dies setze ich auch um und fand anschließend besser in den traillastigen Kurs.

Nach dem harten Anstieg auf den Katzenbuckel und den anschließenden Technik Stücken bergab war für mich das „schlimmste“ überstanden. Der Rest des Kurses konnte recht flowig gefahren werden. Nach meiner ersten Runde war ich sehr zufrieden. Ich hatte einige Frauen, die mich zuvor am Grashügel überholt hatten, wieder einkassiert und nicht mehr gesehen. Meine direkte Konkurrentin in meiner Altersklasse hatte ich bisher nicht einholen können. Es folgten noch vier weitere Runden bis ich sie in der fünften Runde kurz vor dem Wiesenstück einholte.

Ich erinnerte mich an Marcs Worte, dass ich nicht sofort überholen soll und erstmal Körner sparen sollte. So folgte ich ihr den Grashügel hinauf. Mein Puls sank immer weiter und ich war mir sehr sicher, dass ich um einiges schneller fahren könnte. So überholte ich sie nach dem Anstieg und konnte sie erfolgreich auf Distanz halten. Es folgte noch eine weitere Runde in der ich sie ebenfalls nicht wieder sah. Nach Abschluss meiner sechsten Runde entschloss ich mich noch einmal auf den Kurs zu gehen. Es waren noch 23 Minuten auf der Uhr - ich dachte mir, ich könnte es noch schaffen und wenn nicht, hatte ich wenigstens ein gutes Training. Leider fehlten mir am Ende ca. 2 Minuten. So konnte die letzte und siebte Runde leider nicht mehr gewertet werden. Aber mit einer guten Gesamtzeit auf sechs Runden war ich trotzdem sehr zufrieden.

Immerhin reichte es für den 1. Platz in meiner Altersklasse und für den 2. Platz aller teilnehmenden Frauen. Somit war auch mein drittes Rennen in diesem Jahr erfolgreich, nachdem ich bereits zwei Mal Podest einfahren konnte. Aber endlich ganz oben zu stehen ist für mich ein tolles Gefühl und bringt mir einen ordentlichen Schub an Motivation für die nächsten Trainingseinheiten und Wettkämpfe.

Wer meinen ersten Blogeintrag zu meinem Beginn bei Tretwerk gelesen hat, weiß, dass ich vor ca. 3 Monaten mit meinem Mountainbike Training von "Null" an bei Tretwerk begonnen habe. In diesem Blogeintrag möchte ich euch nun zeigen, wie positiv sich das gezielte Training von Marc auf meine Leistungssteigerung ausgewirkt hat und euch die Ergebnisse meiner bis dato drei durchgeführten Leistungstests zeigen.

Hier seht ihr die drei durchgeführten Leistungstests im Zeitraum von Februar bis April - d.h. alle 4 Wochen ein Leistungstest. Und schaut euch vor allem die Verbesserung im Speed und in der Zeit an.

Das ist schon Wahnsinn oder? Innerhalb von etwas mehr als 2 Monaten habe ich meine Leistung um fast 5 Minuten verbessern können. Um den Vergleich durchführen zu können, haben wir jeweils diesen Leistungstest (Titelbild) unter den gleichen Bedingungen und Vorgaben durchgeführt.

Du fragst Dich nun sicherlich, wie man von "Null" auf so eine Leistung kommen kann? Ganz einfach - durch ein strukturiertes und auf Dich angepasstes Training. Marc achtet in seinem Trainingsplan besonders auf meine persönlichen Bedürfnisse, Stärken und Schwächen. Das ist sicherlich ein großer Vorteil und der Hauptgrund dafür, warum ich zum einen so sehr motiviert bin und zum anderen in kürzester Zeit auch derartig große Leistungserfolge erzielen konnte. Nun bin ich bereits im 3. und somit letzten Grundlagenblock, welcher durch Intervalle und erstmaligen Krafteinheiten am Berg gekennzeichnet ist. Wie im ersten Blogeintrag bereits erwähnt, kann ich immer noch behaupten, dass ich wöchentlich eine Leistungsverbesserung verspüre. Ich bin gespannt, wie mich die Intervalle und Krafteinheiten pushen werden und was in 3 Wochen bei dem nächsten Leistungstest rauskommt. Ich werde berichten...

In diesem Sinne – stay tuned!

Euer Kevin

Heute sind Melanie und ich beim ersten von sechs Rennen der Rosbacher Bike Challenge 2017 gestartet – dem Kellerwald Bike Marathon in Gilserberg. Dieser feierte heute sein 20. Jubiläum bei 20°C Kaiserwetter und ungefähr 650 Startern. Im Rahmen der Rosbacher Bike Challenge stand für uns die 40km Strecke mit 1100hm auf dem Programm.

Gestartet wurde morgens um 10:00 Uhr. Zuerst ging es auf eine kleine Einführungsrunde, angeführt von einem Streckenfahrzeug das wirklich wahnsinnig langsam vor dem Fahrerfeld fuhr. Gut für mich, denn ich nutzte dies, direkt vorne in die Spitzengruppe zu fahren, um mich aus dem Gedrängel hinten weitestgehend fern zu halten. Melanie startete etwas weiter hinten und litt unter dem ständigen Stop and Go, ausgelöst durch das langsame Fahren des Fahrzeugs. Nach erneuter Überquerung der Start+Ziel Linie ging es in den fliegenden Start des Bike Marathons. Ich fühlte mich heute stark genug, lange in der Spitzengruppe bis hoch auf den ersten Peak der Strecke zu fahren. Allerdings durfte ich dies, dank mangelnder Streckenkenntnis (1. Teilnahme für uns beide) direkt im ersten Downhill büßen. Auf dem sehr steilen und holprigen Trail platzten mir die Beine weg, sodass ich deutlich rausnehmen musste und gefühlt nur noch an der Bremse hing. Im nächsten Aufstieg erholte ich mich von dem gut 4 minütigen Downhill und fand meinen Rhythmus für die nächsten km. Melanie fühlte sich heute ebenso gut und konnte ordentlich Tempo nach dem Start machen. Immer die Frauen Blick, überholte Sie einige ihrer Mitstreiterinnen. Sie kam sehr gut über den ersten Anstieg und den langen Trail.

Insgesamt fuhr sie etwas verhaltener als ich, wodurch sie die technischen Passagen mit Konzentration meistern konnte. An dritter Stelle liegend wurde Melli nach 15km Berg auf von Ihrer Konkurrentin Natascha Fischer überholt. Mit der Erinnerung an das letzte Rennen beim Ice-Rider in Schömberg, behielt sie diesmal die Ruhe, hielt das Hinterrad und beobachtete sie. Melanie konnte das Tempo stets ohne große Probleme mitgehen, blieb aber weiterhin passiv. Erst gut 12km vor dem Ziel bemerkte sie einen größeren Leistungsabfall, der immer noch auf Rang 3 liegenden Dame. Also nutze Melanie die Chance an ihr vorbeizuziehen – trotz des noch sehr weiten Weges ins Ziel! Ihr Mut wurde belohnt und sie konnte gut 1:30 min. auf sie herausfahren. Im Ziel nach 2:23 Std. wurde sie mit dem 3. Platz in ihrer Altersklasse dafür belohnt und feierte in ihrem zweiten Rennen 2017 ihr zweites Podest! Ich war nach 1:58 Std. im Ziel und war mit Rang 19 innerhalb der Top20 zufrieden. Zufrieden vor allem mit der Leistung am Berg. Hier konnte ich mich wirklich oft von meinen Gegnern mit mehreren gezielten Attacken distanzieren. Es gilt weiterhin an der Abfahrt-Schwäche zu arbeiten.

Unsere Ziele für die Rosbacher Bike Challenge sind wirklich knackig, aber doch nicht ganz unrealistisch 😉 Melli will nach 6 Rennen das Podest in der Gesamtwertung erreichen – Marc die Top10.

20. SKS Kellerwald-Bikemarathon - Start 40km

20. SKS Kellerwald-Bikemarathon - Start 40km

Gepostet von Kellerwald-Bikemarathon am Sonntag, 9. April 2017

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